Dritter Bundesliga-Spieltag: Der Wahnsinn geht weiter

15Sep10

Dritter Spieltag, gleiches Spiel. Auch nach dem dritten Bundesliga-Wochenende steht Deutschlands Eliteliga kopf. Natürlich lässt sich aus dem Tabellenstand nach drei Spielen noch nicht ableiten, wer am Ende oben stehen wird, aber dass Mannschaften wie Hoffenheim, Mainz, Hannover und Kaiserslautern unter den ersten fünf stehen, hätte vor wenigen Wochen wohl niemand für möglich gehalten. Ebenso wenig, dass mit Wolfsburg, Schalke 04 und dem VfB Stuttgart drei Teams das Tabellenende zieren, die vor der Saison als Anwärter auf das internationale Geschäft oder gar den Meistertitel genannt wurden.

Die TSG Hoffenheim verteidigte durch ein 2:0 gegen Schalke 04 im Spiel am Freitagabend die Tabellenspitze. Den Schalkern half auch ein ansprechendes erstes Spiel von Neuzugang Klaas-Jan Huntelaar nichts. Durch Treffer von Vorsah und Salihovic behielt das Team von Trainer Ralf Rangnick seine weiße Weste – drei Siege aus drei Spielen. Da kann einzig der FSV Mainz 05 mithalten, der sich wegen des schlechteren Torverhältnisses allerdings mit Rang zwei begnügen muss. Am Sonntag gewannen die Mainzer nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 gegen Aufsteiger Kaiserslautern, der damit nach zwei Siegen zum Auftakt den ersten Dämpfer einstecken musste. Wieder einmal überragend beim FSV war der 19-jährige André Schürrle, der nach seiner Einwechslung ein Tor vorbereitete und den Siegtreffer selbst erzielte. Angeblich jagt bereits die halbe Bundesliga das Jungtalent.

Auf Rang drei hat es sich der Hamburger SV bequem gemacht, der allerdings beim 1:1 gegen Nürnberg den ersten Punktverlust hinnehmen musste. Im Topspiel des dritten Spieltages trennten sich der FC Bayern München und der SV Werder Bremen mit einem mageren 0:0. Die Partie zwischen den beiden Pokalfinalisten der Vorsaison und Champions-League-Teilnehmern erfüllte die Erwartungen nicht. Das selbe gilt übrigens für die Tabellensituation beider Teams. Denn mit je vier Punkten dümpeln sie lediglich auf Platz 10 und 11 dahin.

Damit stehen die Bayern und die Werderaner aber immer noch besser da als Schalke, Wolfsburg und Stuttgart. Die Schwaben verloren in Freiburg mit 1:2 und hatten die Niederlage wieder einmal ihrer wackeligen Defensive zuzuschreiben. Freiburg hingegen schwebt nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel in ungewohnten Höhen. Der VfL Wolfsburg hat mit einem 0:2 in Dortmund ebenso den Katastrophenstart perfekt gemacht. Noch betonen die Verantwortlichen überall, nicht in Panik verfallen zu wollen. Aber klar ist trotzdem, dass bald die Wende her muss. Denn vor allem Schalke und Wolfsburg mit ihren millionenschweren Neuzugängen und Toptransfers haben sich den Saisonstart sicherlich ganz anders ausgemalt.

Die Bundesliga unterhält nach wie vor auf grandiose Art und Weise. Offenbar kann in dieser Saison jeder jeden schlagen, und auch „kleinere“ Teams dürfen zumindest kurzzeitig Höhenluft schnuppern. Wie lange dieser Trend anhält, muss man abwarten. Allerdings muss man kein Prophet sein, um voraus zu sagen, dass die Top 5 der Tabelle nicht dauerhaft aus den momentanen Teams bestehen werden. Und dass die Abstiegsränge am Saisonende wohl auch nicht so aussehen werden wie momentan.

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