Europa-League: Leverkusen trifft auf den Titelverteidiger

27Aug10

Am gestrigen Abend standen für die drei deutschen Teilnehmer an der Europa-League (früher bekannt als UEFA-Cup) die Rückspiele in der Qualifikation an. Da Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und auch der VfB Stuttgart ihre Hinspiele allesamt mehr oder weniger deutlich gewonnen hatten, war große Spannung nicht mehr unbedingt zu erwarten. Doch zumindest in einer Partie trat sie dann doch auf.

In Stuttgart lag der VfB zu Beginn der zweiten Hälfte nämlich plötzlich mit 0:2 zurück. Bereits nach acht Spielminuten hatte das Team von Slovan Bratislava das 1:0 erzielt und damit das Hinspielergebnis egalisiert. Mit dem zweiten Gegentreffer wäre der hektisch und fahrig auftretende VfB dann sensationell draußen gewesen. Zum Glück für die biederen Schwaben dezimierte sich der Gegner durch einen Platzverweis selbst, und Timo Gebhart konnte nur kurze Zeit später aus dem Gewühl heraus den Anschlusstreffer erzielen. Durch Christian Gentners Distanzschuss zum 2:2 war dann Stuttgarts Aufstieg in die Gruppenphase sicher. Souverän wirkte das Team aber zu keinem Zeitpunkt, und in der Gruppe wird man mit einer solchen Leistung wohl wenig Land sehen.

Dortmund tat beim Gastspiel bei Aserbaidschans Meister Karabag nur das nötigste. Ein Treffer in der letzten Spielminute von Toptorjäger Lucas Barrios reichte zum 1:0-Sieg. Der Aufstieg war nach dem 4:0 im Hinspiel ohnehin so gut wie sicher gewesen. Bayer Leverkusen leistete sich bei Simferopol in der Ukraine den Luxus, einige Stammspieler – darunter auch Michael Ballack – zuhause zu lassen. Nach dem 3:0 im Hinspiel gewann die Werkself trotz einer bestenfalls mäßigen Leistung mit 3:1.

Nachdem also alle drei deutsche Teilnehmer ihre Pflichtaufgaben erfüllt hatten, stand heute die Auslosung der Gruppen auf dem Programm. Dabei hat vor allem Leverkusen eine harte Nuss vorgesetzt bekommen – es geht gegen Atletico Madrid, den Titelverteidiger aus Spanien. Stuttgart sollte mit seinen Gruppengegnern Getafe (Spanien), Odense BK (Dänemark) und Young Boys Bern (Schweiz) eigentlich klar kommen – zumindest, wenn die Spieler etwas engagierter auftreten als gegen Bratislava. Dortmund schließlich hat unangenehme Gegner gezogen, die man keinesfalls unterschätzen darf: Der FC Sevilla, Paris Saint-Germain und der absolute Außenseiter Karpaty Lwiw. Bis auf letzteren No-Name sind das klangvolle Namen des Vereinsfußballs.

May 13, 2010 - Madrid, C. A. Madrid, Spain - MADRID, 13/05/2010.- Atletico Madrid's soccer players celebrate with the supporters their victory on the Europa League championship at Neptuno Square, in Madrid, central Spain, 13 May 2010. The team defeated FC Fulham by 2-1 at the Europa League final soccer final played yesterday 12 May 2010 at the Hamburg Arena.

Bemerkenswert ist ansonsten noch die Gruppe A, in die mit Juventus Turin und Manchester City gleich zwei internationale Spitzenklubs gelost wurden. Österreichs Meister Red Bull Salzburg und Lech Posen aus Polen werden da wenig Land sehen.

Alle drei deutschen Klubs sollten eigentlich über genug Klasse verfügen, um die Gruppenphase zu überstehen. Aber Selbstläufer sind die Gruppenspiele für keinen von ihnen. Hier noch kurz die Gruppen der deutschen Vereine in der Übersicht:

Gruppe B: Atletico Madrid, Bayer Leverkusen, Rosenborg Trondheim (Norwegen), Aris Thessaloniki (Griechenland)

Gruppe H: VfB Stuttgart, FC Getafe, Odense BK, Young Boys Bern

Gruppe J: FC Sevilla, Paris Saint-Germain, Borussia Dortmund, Karpaty Lwiw

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