Große Fußballnationen Teil 1: Brasilien

24Jul10

In dieser Reihe wollen wir Ihnen die großen Fußballnationen unseres Planeten etwas näherbringen. Wir beginnen dabei ganz oben, mit der erfolgreichsten Nation der Welt: Brasilien. In unseren europäischen Gefilden ist das südamerikanische Land quasi nur durch seine Nationalelf und nicht durch seine Fußball-Liga bekannt, aber das genügt absolut. Brasilien ist das einzige Land, das sich fünfmal den WM-Titel sichern konnte (1958, 1962, 1970, 1994 und 2002). Zudem haben die teils spektakulären Ballstafetten, Übersteiger und Hackentricks, mit denen die Ballzauberer vom Zuckerhut zumindest ihre ersten drei Titel erringen konnten, dafür gesorgt, dass wir die brasilianische Nationalelf immer noch automatisch mit schönem Fußball in Verbindung bringen.

Wenn es einen Namen gibt, der sinnbildlich für das „Jogo Bonito“ steht, für den schönen brasilianischen Fußball, dann ist es Pelé. 17 Jahre war der beste Fußballer aller Zeiten alt, als er sein Heimatland 1958 mit vier Treffern zum Weltmeistertitel schoss. 1962 und 1970 gewann er mit Brasilien zwei weitere Titel und versetzte vor allem bei der letzteren WM die Welt noch einmal in Erstaunen. Auch nach Pelé konnte Brasilien immer wieder auf hervorragende Spieler bauen, etwa den robusten Abwehrchef Carlos Alberto und Stürmer Jairzinho in den 70ern, die genialen Mittelfeldspieler Socrates und Zico in den 80ern, die Stürmerstars Romario, Bebeto und Ronaldo in den 90ern und heutzutage auf Größen wie Kaká, Robinho, Maicon oder Luis Fabiano. Nicht zu vergessen natürlich der dreimalige „Weltfußballer“ Ronaldinho, den Nationaltrainer Dunga bei der letzten WM außen vor ließ. Das riesige Land bietet ein quasi unerschöpfliches Reservoir an Nachwuchskickern, die teils aus ärmlichen Verhältnissen stammen und deshalb den unbedingten Willen haben, es ganz nach oben zu schaffen.

Spätestens seit den 1980er Jahren wechseln jährlich mehrere brasilianische Topspieler in die großen europäischen Ligen. Kein Wunder, dass sich die Spielweise der brasilianischen Nationalelf mit der Zeit immer mehr an die der europäischen Teams angenähert hat.Aber mit Hacke, Spitze, eins zwei drei gewinnt man schon länger keine großen Titel mehr, und den Brasilianern merkt man auch heute noch an, dass sie allesamt über eine überragende Technik verfügen. Dass Brasilien bei der diesjährigen WM in Südafrika zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale scheiterte, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass das Land bei einer Fußball-WM immer automatisch zu den Topfavoriten gehört. Und das hat einen guten Grund.

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