Bald ist es soweit. Nur noch 2,5 Wochen und die neue NFL Saison 2011/2012 startet durch. Momentan läuft die Preseason und die Teams sind in der heißen Phase der Vorbereitung. Lange war dieses Jahr nicht klar, ob es eine NFL Saison geben wird oder nicht. Der drohende Lockout konnte zum Glück für alle Fans doch abgewendet werden und somit können wir uns alle auf eine spannende und aufregende Football Saison freuen.

Die ersten beiden Spiele der Preseason sind bereits gespielt, zwei weitere folgen dieses und nächstes Wochenende. Das Wechselkarusell hat sich gedreht und es gab einige Wechsel von Topspielern. Zudem können wir auch wieder auf einige Rookies gespannt sein, die dieses Jahr von den Teams gedraftet wurden.

Ein besonderes Augenmerk soll heute auf die Miami Dolphins gelegt werden. Vor ein paar Jahren waren sie mit das schlechteste Team der gesamten NFL. Ein stetiger Aufwärtstrend war seitdem zu erkennen  und letztes Jahr verpassten sie die Playoffs nur knapp. Daher wollen wir heute einmal schauen, wie es um dieses Teams bestellt ist und ob der positive Trend dieses Jahr anhalten wird.

Bekanntester Neuzugang bei den Dolphins war dieses Jahr sicher Star-Runningback Reggie Bush. In der Offense wird großes Vertrauen in ihn gesetzt. Verstärkt wird er durch den Rookie Daniel Thomas. Gerade in den kalten Spielen bei den Patriots oder in Buffalo wird das Laufspiel wichtig und notwendig für einen Erfolg sein. Kopf der Offense ist Quarterback Chad Henne. Dieser wird mit Sicherheit beim Passspiel wieder sehr oft den Star-Receiver Brandon Marshall suchen und finden. Die Frage dabei ist jedoch, wie sih Cahd Henne in der Offseason weiter entwickelt hat. Er hat sicher ein großes Potentiel, doch ist die Frage, ob er dieses schon in der kommenden Saison richtig entfalten kann. Zudem bleibt in der Offense Dan Charpenter eine Wundertüte – man weiß nie, was man bekommt. Letztes Jahr hatte er eine sehr durchwachsene Saison und man kann nur hoffen, dass er dieses Jahr in den entscheidenen Momenten konzentriert auf dem Feld steht.

In der Defense der Dolphins richtet sich ein besonderes Augenmerk auf die beiden Cornerbacks, die beide vor 3 Jahren in ihrer ersten NFL-Saison für die Dolphins zu spielen begannen. Vontae Davis hat sicher das größte Potential und die Möglichkeit zu einem der besten Cornerbacks der Liga zu werden. Aber auch Sean Smith darf nicht unterschätzt werden. Wenn sich beide Spieler in der Offseason weiter entwickelt haben, werden sie mit Sicherheit zu einer Bank in der Defense. Unterstützt werden die beiden von den zwei Safteys Chris Clemons und Yeremiah Bell. Clemons ist einer der schnellsten Dolphins auf dem Feld und hat sicher ein großes Potential ein sehr guter Safety zu werden. Allerdings bleibt abzuwarten, wie er sich dieses Jahr entwickelt hat und wie seine Entwicklung weiter gehen wird. Bell spielt bereits in seiner achten Saison für die Phins und ist seit einigen Jahren einer der besten Defense-Spieler der Truppe aus Miami. Er hat in 3 aufeinander folgenden Jahren 100 oder mehr Tackles hingelegt. Jedoch lässt sich eine große Schwäche bei den Dolphins ausmachen. Sie fangen zu wenige Interceptions. Dies muss in der kommenden Saison deutlich besser werden, wollen sie mehr Möglichkeiten in der Offense erhalten.

Die ersten beiden Spiele der Preseason lassen auf jeden Fall schonmal auf eine gute Saison hoffen. Das erste Spiel auswärts gegen die Atlanta Falcons wurde 28:23 gewonnen. Die Vorstellung sah recht souverän aus. Das zweite Spiel zuhause gegen die Carolina Panthers wurde mit 20:10 gewonnen. Hier zeigten vor allem Chad Henne und die beiden Runningbacks Bush und Thomas, dass mit ihnen diese Saison gerechnet werden sollte.

Letztendlich muss die regular Season zeigen, ob sich diese Tendenzen bestätigen. Es wird aber auf jeden Fall eine spannende und actionreiche Saison, das ist in der NFL eigentlich immer garantiert. Gleich in der ersten Woche dann treffen die Dolphins zuhause auf die Patriots beim Monday Night Football. Das wird schon eine erste Bestandsaufnahme und Standortbestimmung für beide Teams. Wir sind gespannt.


Gestern Abend war die Sache nach nur 7 Minuten klar als Mario Gomez den FC Bayern München mit 1:0 in Führung schoss. Nachdem das Hinspipel bereits 2:0 zu Hause gewonnen werden konnte, war nach dem 1:0 im Rückspiel auswärts bereits das Ticket für die Gruppenpahse der Champions League gebucht. Souverän spielten die Bayern dann ihren Stiefel herunter und gaben diese Führung nciht mehr aus der Hand. Am Ende blieb es bei dem 1:0 und einem klaren kombinierten 3:0 nach Hin- und Rückspiel. Somit konnten sich die Münchner locker für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren. Der direkte Einzug wurde letzte Saison ja auf Grund der eher durchwachsenen Saison verpasst.

Auffallend viel Freude bereitete gestern mal wieder der Franzose Franck Ribery. Mit viel Spielwitz und offensiven Aktionen konnte er einige Akzente setzen. Es wirkt gerade so, als ob Ribery immer dann glänzt, wenn Robben nicht auf dem Feld steht, so wie es gestern der Fall war. Ob sich der Franzose wohl von dem niederländischen Star gehemmt und gebremst fühlt? Vielleicht sind diese zwei Superstars auf dem Feld nicht kompatibel. Doch mag man sich kaum vorstellen, wie der FC Bayern München spielen kann, wenn beide Stars gesund sind, auf dem Feld stehen und miteinander kombinieren.

Nun wird am 25. August die Auslosung der Gruppen stattfinden. Natürlich werden die Bayern in Topf 1 gelegt. Somit können immerhin in der Gruppenphase Gegner wie FC BArcelona, Manchester United, Real Madrid, FC Chelsea, Inter Mailand und FC Porto umgangen werden. Mögliche starke Gegner wären zum Beispiel FC Valencia, ZSKA Moskau oder auch Schachtar Donezk. Aber auch Vereine wie Fenerbahce Istanbul sollten nicht unterschätzt werden. Die Auflösung wird es also morgen geben. Man kann gespannt sein, welches Los der FC Bayern und die anderen beiden deutschen Mannschaften Borussia Dortmund undBayer 04 Leverkusen bekommen.

Also freuen wir uns gemeinsam auf die kommende Champions League Saison und hoffen, dass wir wieder viele spannende und erstklassige Spiele sehen werden. Und vielleicht wird ja auch der Traum der Bayern wahr und sie können das Finale im eigenen Stadion in München bestreiten.


Die neue Bundesliga-Saison ist erst zwei Spieltage alt, und schon wieder liegt Mainz 05 an der Tabellenspitze. Schon wieder? Ja, denn schon in der Vorsaison stürmten Thomas Tuchels Jungs völlig überraschend früh in der Saison die Tabellenspitze. Zwischen dem 3. und dem 7. Spieltag hatten damals die „Bruchweg Boys“ die Pole Position inne und mussten sie erst dann dem späteren Meister Borussia Dortmund abtreten. Am Ende führte Tuchel sein junges Team auf einen hervorragenden fünften Tabellenplatz – das beste Resultat in der noch vergleichsweise jungen Mainzer Bundesliga-Historie.

Vor dieser Saison glaubt niemand ernsthaft daran, dass der FSV diesen Coup würde wiederholen können. Schließlich verlor das Team mit André Schürrle (Bayer Leverkusen) und Lewis Holtby (FC Schalke 04) zwei wichtige Stützen der Vorsaison. Doch Mainz strafte wieder einmal alle Experten Lügen und startete mit zwei Siegen gegen Bayer Leverkusen (2:0) und den 1. FC Nürnberg (2:1) in die neue Saison. Mal sehen, was für die 05er noch drin ist, sobald die etablierten Teams und Meisterschaftsfavoriten wie Bayern München und Borussia Dortmund auf Touren kommen. Natürlich ist in Mainz niemand verrückt und denkt an den Meistertitel, doch vielleicht wird es erneut was mit einer Europapokal-Platzierung?

Mit Hannover 96 steht ein weiteres Überraschungsteam der Vorsaison aktuell auf Platz zwei. Auch beim Vorjahres-Vierten hatten viele einen Absturz vorhergesagt, doch Mirko Slomkas Team zeichnet sich auch in der neuen Spielzeit durch die selben Eigenschaften aus wie in der überragenden Rückrunde 2010/2011: Es ist einfach sehr, sehr schwer zu schlagen. Ohne herausragende Einzelkönnen, ohne große Stars stellt Hannover 96 für fast jeden Gegner ein schwer zu überwindendes Hindernis dar. Wenn dann mit Jan Schlaudraff und Mohammed Abdellaoue auch zwei starke Offensivleute blendend in Form sind, ist auch vorne stets für Gefahr gesorgt. Am morgigen Abend trifft Hannover in den Playoff-Spielen für die Europa League auf den FC Sevilla. Bleibt zu hoffen, dass die Niedersachsen den Schwung des gelungenen Saisonstarts in deses schwere Spiel mitnehmen und sich tatsächlich für die Hauptrunde der Europa League qualifizieren. Es wäre nur verdient.


Der Ball rollt wieder! Und schon der Auftakt der 49. Bundesliga-Saison hatte es in sich. Meister Borussia Dortmund zauberte im Eröffnungsspiel am Freitag gegen den Hamburger SV fast noch toller als in der letzten Saison. Am Samstag setzten sich die letztjährigen Fast-Absteiger VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart mit klaren 3:0-Siegen an die Spitze. Und am Sonntag kassierte Rekordmeister Bayern München, den viele Experten als Topfavorit auf den Titel ansahen, eine überraschende 0:1-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach. Richtig, gegen die Borussia, die in der Vorsaison erst in der Relegation den Klassenerhalt sichern konnte.

Was die Bayern neben dem unkreativen Offensivspiel und der mangelhaften Chancenverwertung besonders wurmen dürfte, ist die Tatsache, dass beim Gegentor durch Igor de Camargo (61. Minute) gleich zwei der namhaften Neuzugänge patzten. Besonders Nationalkeeper Manuel Neuer muss den Siegtreffer des Gegners auf seine Kappe nehmen. Und das in seinem ersten Bundesliga-Spiel für die Bayern, nach all den Querelen um seine Verpflichtung und den Protesten der Bayern-Fans. Das Gladbach-Spiel sollte für ihn und den gesamten Verein ein Neuanfang werden, der Startschuss in eine erfolgreiche Saison. Nun stehen die Bayern schon nach einem Spiel enorm unter Druck. Zumal Dortmund wirklich beeindruckend aufspielte und in dieser Verfassung auch für die Bayern kaum schlagbar sein dürfte.

Die Bundesliga hat jedenfalls schon zum Auftakt wieder bewiesen, was für eine Klasse-Liga sie ist. Schöne Spielzüge, teils spektakuläre Tore und ein Haufen Überraschungen. Schön, dass die Sommerpause vorbei ist!


Erleichterung beim FC Bayern München: Der Rekordmeister muss in der Champions-League-Qualifikation weder weit reisen noch einen mächtigen Gegner fürchten. Den FC Zürich zu schlagen, wird dennoch kein Spaziergang. Der Schweizer Vizemeister, der mit Ludovic Magnin auch einen Ex-Bundesligaprofi in seinen Reihen hat (Bremen, Stuttgart), wird alles tun, um den übermächtigen Bayern das Leben schwer zu machen.

Klar ist aber: Für die Bayern ist das Weiterkommen ein Muss. Der Stachel der miserablen Vorsaison sitzt immer noch tief – Platz drei in der Abschlusstabelle der Liga ist schließlich der Grund, warum der FCB überhaupt in die Mühlen der Qualifikation muss. Ein Ausscheiden gegen Zürich und das Verpassen der Champions League wäre ein absolutes Debakel, zumal das Finale der diesjährigen Königsklasse in der heimischen Allianz Arena stattfindet.

In der Vorbereitung zeigten die Bayern Licht und Schatten. Die Neuzugänge wie Manuel Neuer, Rafinha und Jerome Boateng wirkten noch nicht richtig integriert, die Abwehr trotz der Verstärkungen immer noch etwas wackelig. Dennoch ist der deutsche Rekordmeister natürlich klar favorisiert.Das Hinspiel in München findet am 17. August statt, das Rückspiel im Züricher Letzigrund-Stadion am 23. August.

In der dritten und entscheidenden Quali-Runde stehen einige weitere spannende Paarungen auf dem Programm. Unter anderem trifft der englische Spitzenklub Arsenal auf den italienischen Vertreter Udinese Calcio. Alle Ergebnisse der Auslosung gibt es hier zu sehen.


Morgen ist es endlich soweit. Der größte natürliche Feind eines jeden Fußballfans – die Sommerpause – packt seine Koffer und verschwindet. Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Meister Borussia Dortmund und dem Hamburger SV (20:30 Uhr, live in der ARD) startet die Bundesliga in ihre 49. Saison. Auch wenn der BVB sich selbst am liebsten in eine Außenseiter-Rolle flüchten würde – als amtierender Meister zählen die Schwarz-Gelben automatisch zu den Favoriten. Und sonst? Der FC Bayern München hat nach einer schwachen Vorsaison mächtig aufgerüstet und hat den Titel als klares Ziel ausgegeben. Bayer Leverkusen will sein Image als „ewiger Vize“ loswerden, und Schalke 04 und der VfL Wolfsburg drängen ebenfalls wieder nach oben.

Im Vorfeld kann jedenfalls bereits festhalten, dass sich die Vereine durch die Band sinnvoll verstärkt haben. Echte Krachertransfers blieben zwar Mangelware, doch es sind trotzdem einige Top-Kicker neu in die Liga gekommen. Die beiden Aufsteiger Hertha BSC Berlin und FC Augsburg werden ebenfalls für frischen Wirbel sorgen. Es gibt einige Gründe, sich auf die neue Saison zu freuen. Ich tue es definitiv. Ihr auch? Sagt mir, wer für euch der Topfavorit auf die Meisterschaft 2012 ist.


Mit tollem Offensiv- und Kombinationsfußball und jugendlicher Spielfreude gewann Borussia Dortmund in der Vorsaison den Meistertitel. Mit sagenhaften 75 Punkten ließ die junge Truppe von Jürgen Klopp die Konkurrenz weit hinter sich und zeigte zudem Rekordmeister Bayern München in beiden Duellen die lange Nase. Keine Frage, der Titel war völlig verdient und die Belohnung für die seit Jahren gute Arbeit beim schwarz-gelben Traditionsverein. Er legt allerdings auch die Erwartungen für die kommende Saison relativ hoch: Schafft Dortmund die Titelverteidigung?

Klar ist: Durch den Abgang von Nuri Sahin hat der BVB viel Substanz verloren. Der türkische Mittelfeldspieler, der aus der BVB-Jugend stammt, war in der letzten Saison der wohl beste Bundesliga-Profi auf seiner Position. Er war die Schwungfeder im laufintensiven Spiel der Klopp-Truppe, zudem ballsicher und auch torgefährlich. Mit dem Wechsel zu Real Madrid setzte er seiner Karriere nun schon in jungen Jahren die Krone auf. Dortmund hatte allerdings mehr als genug Zeit, sich einen Ersatz zu suchen. Und die Macher beim BVB haben auf dem Transfermarkt intelligent investiert.

Unter anderem kam Ivan Perisic vom FC Brügge, ein eminent torgefährlicher Mittelfeldspieler. In der Vorbereitung, beispielsweise beim Liga Total!-Cup, deutete der Kroate seine Klasse bereits an. Er dürfte eine große Verstärkung für den Meister werden. Der junge Moritz Leitner wurde bereits im Winter von 1860 München verpflichtet, kommt allerdings erst jetzt nach Dortmund. Ein Riesentalent, der sich allerdings erst noch beweisen muss. Neben diesen beiden Neuzugängen verfügt Dortmund ja mit Shinji Kagawa und Mario Götze noch über DIE beiden Überflieger der Vorsaison. Kagawa fiel ja die komplette Rückrunde verletzt aus und ist heiß darauf, allen zu zeigen, dass seine überragende Hinrunde der Vorsaison kein Zufall war. Götze muss hingegen eine insgesamt bärenstarke Debütsaison bestätigen, die ihm vom milchbärtigen Nobody zum Nationalspieler machte.

Festzuhalten bleibt auch: Dortmund hat außer Sahin keine Stars verloren, die Meistertruppe blieb im Kern zusammen. In der Vorbereitung zeigte der deutsche Meister dann auch, dass der Schwung der letzten Spielzeit nicht verflogen ist. Wenn nichts unvorhergesehenes passiert, dürfte die Mannschaft von Kult-Trainer Jürgen Klopp auch in der Saison 2011/12 wieder ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden. Klar wird der FC Bayern besser spielen als in der Vorsaison und brennt auf Revanche. Doch Klopp ist zuzutrauen, dass er den Coup vom Vorjahr wiederholt. Es wäre das erste Mal seit 1996, dass ein Team, das nicht FC Bayern heißt, seinen Titel verteidigt. Wer es damals zuletzt schaffte? Borussia Dortmund natürlich.


Zut alors! Erneut zog sich Flügelflitzer Franck Ribéry vom FC Bayern München eine Verletzung zu – diesmal sind es wohl die Bänder im linken Fuß. Der französische Superstar droht, den Bundesligastart am übernächsten Wochenende zu versäumen. Das Pokalspiel in Braunschweig in einer Woche, das für den Rekordmeister ohnehin kein Spaziergang werden dürfte, wird Ribéry auf jeden Fall versäumen. Etwa eine Woche lang muss er einen Gips tragen.

Was war passiert? Ribéry knickte in einem Trainingsspiel offenbar unglücklich um, und das ausgerechnet mit seinem linken Problemfuß. Eine erste Untersuchung am gestrigen Abend bei Bayern-Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt brachte zunächst Beruhigung: Eine Kapselverletzung, nichts ernstes. Doch bei einer Routine-Nachuntersuchung am heutigen Morgen wurde dann eine Schädigung der Bänder festgestellt, die Ribéry zunächst einmal aus dem Verkehr ziehen dürfte. Sehr ärgerlich für den FC Bayern und natürlich auch für den Spieler!

Denn schon in der Vorsaison versäumte Ribéry verletzungsbedingt einige Partien. Am 5. Spieltag beim Auswärtsspiel in Hoffenheim zog sich der Tempodribbler einen Außenband- und Kapselriss im rechten Fuss zu – während er den 1:1-Ausgleichstreffer der Bayern vorbereitete. Er fehlte dann fast die komplette Hinrunde und verletzte sich in der Rückrunde erneut. Insgesamt versäumte der Ballkünstler in der letzten Seuchen-Saison neun Partien. So viele werden es dieses Jahr hoffentlich nicht.


Viel wurde schon geschrieben über die Fußball-WM der Frauen hier in Deutschland. Unzählige selbsternannte Experten haben kübelweise Häme über die bisherigen Partien des Turniers ausgeschüttet und mit Kommentaren wie „Das kann man sich ja nicht anschauen“ oder „Frauen können das einfach nicht“ fröhlich jahrzehnte alte Klischees bedient. In der ganzen Bundesrepublik zerreissen sich Fußballstammtische darüber das Maul, wie langsam die Spiele der Frauen doch sind, wie schlecht die Torhüterinnen, wie blind die Schiedsrichterinnen und wie exorbitant hoch die Fehlpassquote. Schnell kommt man(n) zu dem Schluss, dass der ganze Mist nur möglichst schnell vorbei sein sollte, damit man zurückkehren kann zum wahren Fußball, zu Männerbundesliga und Champions League, zu Ribéry statt Bajramaj.

Vielleicht sollte ich hier auch einmal klar Stellung beziehen und sagen: Ich mag Frauenfußball, ich mag die WM und ich freue mich, dass mir die Spiele über die Langeweile der Sommerpause hinweghelfen. Mir ist es völlig egal, wie viele Fehlpässe die Spielerinnen fabrizieren, mich interessiert auch nicht das langsamere Spieltempo, und dass 80 Prozent der bisher gefallenen Tore im Männerfußball nicht gefallen wären, ist mir piepsegal. Diese Vergleiche sind so was von für die Katz, weil das nun einmal nicht Männerfußball ist. Kein Mensch würde sich in der Leichtathletik darüber aufregen, dass der 100-Meter-Weltrekord der Frauen „langsamer“ ist als der der Männer. Jedem ist klar, dass Frauentennis weniger kraftvoll und etwas langsamer ist als Männertennis. Wo also ist das Problem dabei, genau das für den Frauenfußball auch zu akzeptieren? Und die Spiele der Frauen-WM nicht mit denen der Männer zu vergleichen?

Was ich bei der WM in Deutschland sehe, sind immer wieder schöne Spielzüge, gelungene Dribblings und Spaß am Spiel. Vor allem die Teams aus USA und Frankreich haben mir dies bis jetzt vermittelt. Und genau das ist, was mich beim Fußball schauen schon immer am meisten interessiert hat. Klar waren da Partien auf niedrigstem Niveau dabei, die man wirklich nicht gesehen haben muss. Aber von denen gab es bei der letztjährigen Männer-WM in Südafrika auch einige (Honduras? Slowenien?). Und überhaupt kann niemand, der je Zweitligaspiele wie VfL Osnabrück gegen Union Berlin gesehen hat, ruhigen Gewissens behaupten, die wären „besser“ als WM-Spiele der Frauen. Das waren sie nämlich nicht. Auch in der Bundesliga habe ich letzte Saison Spiele gesehen, die garantiert nicht qualitativ besser waren als Spiele der laufenden WM.

Heute Abend spielt Deutschland im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich. Klar, das Team konnte bislang nicht überzeugen, auch ich war enttäuscht. Aber selbst die immer wieder pauschalisierenden Frauenfußball-Hasser wissen, dass die DFB-Mädels gut spielen können. Und so sehr ich mich freuen würde, wenn heute Abend endlich der Knoten platzt, wenn Bajramaj und Prinz beide endlich aufdrehen: Ich weiß jetzt schon, dass ich mich ärgere, wenn selbst eine gute Leistung von den ewig nörgelnden Besserwissern wieder schlecht geredet wird. Was ist eigentlich so schwer daran, sich über eine WM in Deutschland zu freuen und die Spiele ohne übertriebene Erwartungshaltungen und Druck zu genießen? Versucht es doch einfach mal.


Endspurt in der Bundesliga: Nur noch zwei Spieltage, und die Saison 2010/2011 gehört der Geschichte an. Die letzten beiden Saisonspieltage sind traditionell immer besonders spannend, weil alle neun Partien parallel stattfinden – am Samstag um 15:30 Uhr. Da macht es immer besonders viel Spaß, die Sky-Konferenz zu gucken!

Seit dem vergangenen Wochenende steht Borussia Dortmund als Meister fest – ohne Frage völlig verdient und zurecht viel umjubelt. Dass Bayer Leverkusen als Tabellenzweiter direkt in die Champions League einzieht, ist zwar rechnerisch noch nicht ganz sicher, darf aber angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf Bayern München als sicher gelten. Die Münchener müssen wohl damit leben, in der nächsten Spielzeit durch die Mühlen der CL-Qualifikation zu müssen – vorausgesetzt, der entthronte Meister verliert den dritten Platz nicht doch noch an Außenseiter Hannover 96. Für die Niedersachsen wäre der Einzug in die Königsklasse die Krönung einer phänomenalen und unvergesslichen Saison. Aber auch, wenn es „nur“ für die Europa League langt, bleibt es für Hannover eine grandiose Spielzeit.

Werfen wir einen Blick in den Tabellenkeller – was kann dort noch passieren? Theoretisch könnte es bis Platz neun hoch noch alle Teams erwischen – sogar 1899 Hoffenheim, das eine schlechte Rückserie gespielt hat. Auch die CL-Helden von Schalke 04 sind noch nicht völlig gerettet, haben aber ebenso 40 Punkte auf dem Konto und somit sechs Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Das selbe gilt für den 1. FC Kaiserslautern: Der Aufsteiger aus der Pfalz hat sich in den letzten Spielen mit beeindruckenden kämpferischen Leistungen selbst aus dem Sumpf gezogen. Das Team von Marco Kurz braucht nur noch einen Zähler, dann ist der Klassererhalt gesichert.

Kaiserslauterns Gegner, der VfL Wolfsburg, steckte bis vor kurzem auch noch mitten im Abstiegskampf, doch durch zuletzt zwei Siege in Serie keimt nun wieder Hoffnung beim Meister 2009. Mit einem Sieg gegen Lautern wäre der Klassenerhalt wohl fix. Immerhin konnte Wolfsburg die Frankfurter Eintracht auf den Relegationsplatz verdrängen, für die es langsam düster aussieht. Am letzten Spieltag geht es gegen Meister Dortmund, zuvor muss gegen die wiedererstarkten Kölner unbedingt ein Sieg her.

Und sonst? Der FC St. Pauli ist wohl nicht mehr zu retten – und ob Borussia Mönchengladbach das Schicksal wirklich wenden konnte, muss sich auch noch zeigen. Sicher ist nur eines: Es bleibt spannend. Die Bundesliga gibt erst dann Ruhe, wenn in einer Woche letztmals in dieser Saison abgepfiffen wurde.

Alle Spiele des 33. Spieltags im Überblick:

FC St. Pauli – Bayern München
Werder Bremen – Borussia Dortmund
Bayer Leverkusen – Hamburger SV
FC Schalke 04 – FSV Mainz 05
1. FC Nürnberg – 1899 Hoffenheim
Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln
Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg
VfB Stuttgart – Hannover 96
VfL Wolfsburg – 1. FC Kaiserslautern




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